Unimog-Club-Newsletter Mai 2021

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Liebe Mitglieder, liebe Regionalbeauftragte, liebe Unimog-Freunde,

die Pandemie nimmt keine Pause und bestimmt nun schon seit über einem Jahr unser Leben. Zum Glück ist der Unimog immun gegen das Virus, weshalb wir uns um ihn keine Sorgen machen müssen. Es wäre auch schlimm, wenn der Unimog an seinem 75-jährigen Geburtstag, welchen wir in diesem Jahr feiern, krank wäre. Dieses Ereignis werden wir im September feiern. Mehr Informationen dazu finden Sie unten stehend und im Anhang dieses Newsletters.


MITGLIEDERVERWALTUNG

Derzeit hat unser Verein 7.547 Mitglieder in 42 Ländern. Der Mitgliedsbeitrag wurde Anfang März eingezogen. Aktuell sind noch 34 Mitgliedsbeiträge offen. Sofern diese bis Ende Mai nicht überwiesen werden, erhalten die entsprechenden Mitglieder kein Heft’l mehr und werden zum Jahresende aus dem Verein ausgeschlossen.


INFOS AUS DEN REGIONALGRUPPEN

Brasilien

Derzeit bildet sich eine neue Regionalgruppe in Brasilien / Südamerkika. Anfang des Jahres waren dort drei Mitglieder ansässig. Inzwischen sind es 48 Mitglieder, deren Zuwachs dem ständigen Austausch mit der Kontaktperson Riccardo Lousa zu verdanken ist. Zur endgültigen Gründung einer Regionalgruppe fehlt eigentlich nur noch die Wahl des Regionalleiters und des Stellvertreters, die aufgrund von Corona jedoch derzeit noch nicht durchgeführt werden kann.

Regionalgruppe Göppingen/Stauferland

Die Regionalgruppe Göppingen/Stauferland um Peter Winkler und Wolfgang Küpper organisierten Ihren zweiten virtuellen Stammtisch im April. IT-Unterstützung bei diesem Vorhaben gab es durch das dort ansässige Mitglied Reiner Schobert und unseren für IT und Veranstaltungen zuständigen Ressortleiter Klaus Lukas. Es waren insgesamt ca. 158 Personen online beisammen. Alle waren erfreut, sich mal wieder über das gemeinsame Hobby austauschen zu können.


INFOS AUS DEM VORSTAND

Virtueller Stammtisch

Die letzte Vorstandssitzung wurde digital per Videokonferenz abgehalten. Auch die nächste Sitzung in diesem Monat wird leider keine Präsenzveranstaltung sein. Um unsere Mitglieder jedoch weiterhin auf dem Laufenden zu halten, bieten wir am 14.05.2021 um 19.30 Uhr einen virtuellen Stammtisch an. Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:

  • Begrüßung durch Rainer Hildebrandt
  • Aktuelles aus dem Club
  • Spielregeln / Moderation durch Klaus Lukas
  • Themen aus dem Museum durch Stefan Schwab
  • Typenkunde Unimog 402 durch Claudio Lazzarini
  • Filme
  • Allgemeine Themen/Fragen „Rund um den Unimog“

 

Wer teilnehmen möchte, kann sich einfach vorher die Software Teams kostenfrei herunterladen und dann am o.g. Termin auf den untenstehenden Link klicken:

Hier klicken, um der Besprechung beizutreten

Aus Datenschutzgründen weisen wir darauf hin, dass Ihre E-Mail-Adresse für alle Teilnehmer sichtbar wird, sobald Sie dem Link folgen.

RB-Tagung

Die Regionalbeauftragten-Tagung, die wir zwei Mal im Jahr veranstalten, wird am 29.05.2021 online stattfinden. Normalerweise wird diese Veranstaltung genutzt, um den Austausch der Regionalbeauftragten untereinander zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft zu fördern. Wir werden dies nun zum wiederholten Male digital ausrichten, denn bereits im November fiel die Veranstaltung Corona zum Opfer. Aber wir freuen uns, alle Ehrenamtlichen wieder zu sehen, wenn auch nur virtuell über den Bildschirm.

 

NEUIGKEITEN AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

Absage Messe Friedrichshafen

Nach der Absage der Messe in Essen ist nun auch die Messe in Friedrichshafen abgesagt worden. Derzeit steht nur noch der Termin der Messe in Stuttgart im Juli (siehe unten).

75 Jahre Unimog

Ein Mythos feiert Geburtstag! Und wir sind mit dabei! Gemeinsam mit Mercedes-Benz Special Trucks und dem Unimog-Museum sind wir derzeit am planen und organisieren des zweitägigen Festes anlässlich des 75-jährigen Jubiläums. Der Korso, der von Wörth nach Gaggenau führt, wird am 04.09.2021 stattfinden und von uns organisiert. Im letzten Heft`l und per Newsletter wurden alle Mitglieder aufgerufen, sich für diese Jubiläumsflotte mit ihrem Fahrzeug zu bewerben. Es gingen 180 Bewerbungen ein, aus denen wir nun in den nächsten Tagen einen Querschnitt der aktuellen, aber auch der historischen Unimog-Baureihen der vergangenen Jahrzehnte zusammenstellen. Alle Infos zum Event finden Sie auf unserer Homepage unter „News“. 

MARKETING

Das Heft‘l 110 kam im April (mit etwas Verspätung) bei den Mitgliedern an. Wo man sich mit diesem Magazin überall die Wartezeit „versüßen“ kann, zeigt die Foto-Einsendung von Herrn Richard Hartmann (Mitglied Nr. 5604). Bei seinem Impftermin war die Wartezeit nach seiner ersten Corona-Schutzimpfung wie im Fluge vergangen!

Foto: Richard Hartmann


UNIMOG-MUSEUM


Der Museums-Anbau steht in den Startlöchern. Am Montag, den 19.04.2021 wurde am Unimog-Museum die Baustelle eingerichtet. Anwesend waren Stefan Schwab (Unimog-Museum), Rainer Hildebrandt (UCG), Hildegard Knoop (Geschäftsführerin UM) und Daniel Müller (Technischer Leiter UM).

Erstmals möchten wir uns im Namen des Museums bei allen Mitgliedern bedanken, die Aufgrund des Spendenaufrufes im letzten Heft’l so fleißig das Bauvorhaben des Anbaus unterstützt haben. Wir hoffen, dass die Unterstützung noch weiter anhält.

Das jährliche Weltenbummlertreffen soll auch in diesem Sommer stattfinden, war aber innerhalb von 24 Stunden bereits ausgebucht. Inzwischen können nur noch Personen auf die Warteliste gesetzt werden.

An der Messe in Stuttgart sind der UCG und das Museum wieder gemeinsam dabei. Das Museum wird mit der Rampe vor Ort sein und ggf. mit einem der Höhenweltrekordfahrzeuge.

Ende März war der letzte Arbeitstag von Karl Leib als Technischer Leiter des Unimog-Museums. Als Ehrenamtlicher bleibt er dem Museum zum Glück noch erhalten. Der UCG wünscht ihm alles erdenklich Gute für den neuen Lebensabschnitt.
 

BEVORSTEHENDE EVENTS

Jahrestreffen Niederlande

Leider fällt unser Jahrestreffen nun das zweite Jahr in Folge Corona zum Opfer, denn wir müssen das in Niederlande geplante Event leider absagen. Die Gemeinde hat keine Genehmigung zur Durchführung gegeben.


Treffen Unimog Club Italia

Ein Lichtblick im Corona-Tunnel: Unsere italienischen Freunde vom UCI haben grünes Licht bekommen, ihr jährliches Treffen durchführen zu können. Das Treffen findet vom 04. – 06. Juni 2021 in Buscate (in der Nähe von Mailand) statt. Die genaue Ausschreibung sowie das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Homepage unter „News“. Wir möchten darauf hinweisen, dass die aktuellen corana-bedingten Einreise- und Ausreisebestimmungen zu beachten sind. Da nur eine limitierte Anzahl an Teilnehmern genehmigt wurde, empfehlen wir eine schnellstmögliche Anmeldung bis spätestens 30.05.2021. Das ausgefüllte Anmeldeformular sowie alle anderen Fragen richten Sie bitte an info@unimogclubitalia.it


CLUB-SHOP

 

Wer ab sofort im Club-Shop bestellt, erhält bei jeder Bestellung über 10 Euro Warenwert einen der neu eingetroffenen Jubiläumsaufkleber dazu. Also: Schauen Sie vorbei und bestellen Sie online unter: https://unimog-club-gaggenau.de/shop/

 TERMINVORSCHAU 2021

(unter Vorbehalt)

 

  • 7.-11.04.2021 Techno Classica Essen abgesagt
  • 18.-20.06.2021 Messe in Friedrichshafen abgesagt
  • 04.-06.06.2021 U.C. Italia Jahrestreffen in Italien (Buscate)
  • 18.-20.06.2021 Südtiroler Unimogtreffen in Speikboden
  • 08.-11.07.2021 Retro-Classics Stuttgart
  • 30.07.-01.08.2021 Weltenbummlertreffen Unimog-Museum (bereits ausgebucht)
  • 06.-08.08.2021 UVC-Treffen in Meinbrexen abgesagt
  • 04.-05.09.2021 75 Jahre Unimog Jubiläumsfest mit Korso am Unimog-Museum
  • 10.-12.09.2021 UCG Jahrestreffen Niederlande abgesagt
  • 17.-19.09.2021 Treffen RG Mittelbaden in Malsch/Sulzbach
  • 30.09.-03.10.2021 NUFAM in Karlsruhe
  • 30.09.-01.10.2021 Regionalbeauftragten-Tagung im Unimog-Museum
  • 02.10.2021 Teilemarkt (morgens in Kuppenheim) und Mitgliederversammlung (nachmittags im Unimog-Museum)

 

Bleiben Sie/Ihr gesund!

Herzlichst, Ihr / Euer Vorstand

Alle Infos zum Jubiläum „75 Jahre Unimog“ am 04. & 05. September 2021

Dieses Jahr feiert der Unimog sein 75-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wird am 04. und 05. September 2021 mit einem Fest rund um das Unimog-Museum gefeiert. Als Startschuss für die beiden Tage wird es am Samstagmorgen einen festlichen Korso vom Mercedes-Benz Werk Wörth nach Gaggenau zum Unimog-Museum geben. Diese Jubiläumsflotte soll einen Querschnitt der aktuellen, aber auch der historischen Unimog Baureihen der vergangenen Jahrzehnte darstellen.

Alle Korsofahrzeuge werden ab 13:00 Uhr am Museum erwartet. Diese Unimog bleiben für alle Gäste und Besucher bis Sonntag 16:00 Uhr ausgestellt. Ebenso gibt es rund ums Museum einiges zu entdecken., z. B. Mitfahrt im Außenparcours, Infostände sowie Clubshopverkauf vom Museum und UCG, Fachvorträge von Mercedes-Benz Spezial Trucks und vieles mehr. Vor allem wird das Museum den aktuellen Stand des geplanten Erweiterungsbaus präsentieren können. Für das leibliche Wohl sorgt das Museums-Restaurant um Thomas Kaldma und seinem Team.

Bewerbung für den Korso (nur für UCG-Mitglieder möglich)

Als Mitglied des UCG schicken Sie Ihre Bewerbung an die UCG-Geschäftsstelle (Kontaktdaten siehe unten). Anmeldeschluss ist der 30.04.2021. Bitte übermitteln Sie ein Foto sowie folgende Daten: Mitgliedsnummer, Baumuster, Baujahr, Besonderheiten. Anfang Mai werden wir intern die Fahrzeuge auswählen. Alle Bewerber erhalten dann eine Zu- oder Absage. Es werden 75 Fahrzeuge bei dem Korso mitfahren. Bitte berücksichtigen Sie, dass Ihr Fahrzeug bis Sonntag 16 Uhr am Museum ausgestellt wird. Ein Sicherheitsdienst wird für die Überwachung des Geländes verantwortlich sein.

Corona-Information

Wir hoffen natürlich, das Fest durchführen zu können. Je nachdem wie sich die Corona-Lage bis dahin entwickelt, erstellen wir ein passendes Hygienekonzept, an das sich alle Besucher halten müssen. Ob eine Anmeldung zum Fest rund um das Museum nötig ist, werden wir noch über die beiden Websites/Social Media/Newsletter und Heftl kommunizieren.

Parkplätze

Die Parkplätze rund um das Museum sind rar. Deshalb bitten wir, auf die ausgeschilderten Parkplätze bei den Firmen Swarco/Dambach sowie König Metall auszuweichen. Der Fußweg von dort beträgt ca. 10 Minuten zum Museum. Ums Museum sind nur Parkmöglichkeiten für die Teilnehmerfahrzeuge reserviert.

Übernachtungen

Auf Anfrage kann in der Geschäftsstelle eine Liste aller Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung erfragt werden. Ebenso bietet die Touristikinformation „Im Tal der Murg“ eine Anlaufstelle. Buchungen müssen selbst vorgenommen und selbst bezahlt werden. Für die Teilnehmer des Korsos ist bereits ein Kontingent geblockt. Diese Buchungsdaten werden mitsamt der Zusage übermittelt.

 

Kontaktdaten

Unimog-Club Gaggenau e.V.                                                               Unimog Museum

Eichetstraße 4                                                                                    An der B 462

76456 Kuppenheim                                                                             76571 Gaggenau

Tel.: 07222/8089938                                                                           Tel.: 07225/981310

info@unimog-club-gaggenau.de                                                          info@unimog-museum.de

www.unimog-club-gaggenau.de                                                           www.unimog-museum.de

75 Jahre Unimog: Am 13. März 1946 wird die Unimog-Idee öffentlich

In einer Mappe vom 13. März 1946 wird der amerikanischen Militärbehörde der Entwurf für den späteren Unimog zur Genehmigung vorgestellt. Ein Mähbalken unterstreicht die beabsichtigte friedliche Nutzung. Damit wurde vor 75 Jahren das von Heinrich Rößler entwickelte Unimog-Konzept öffentlich.

 

Die Vorgeschichte

Etwa ein halbes Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, am 1. Dezember 1945, nimmt ein kleines Ingenieurteam in der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd in einem bescheidenen Büro seine Arbeit auf – mit dem Ziel, ein außergewöhnliches Landgerät zu entwickeln. Das ist der Beginn der neuen „Abteilung Landwirtschaft“, deren „Kostenstelle 2010“ viele Jahre später als Typenbezeichnung für den Unimog Bedeutung bekommen soll.

Ideengeber und Chef der Gruppe ist Albert Friedrich, ehemals Leiter der Flugmotoren-Entwicklung bei Daimler-Benz. Ihm ist bewusst, dass er eine neue Herausforderung suchen muss, nachdem seitens der Amerikaner die Vorgabe im Raum steht, dass Deutschland ein Agrarland werden solle. Daher hat er schon im Juni 1945 mit ehemaligen Mitarbeitern erste Überlegungen für ein besonderes Landgerät diskutiert und anschließend eine Skizze davon zu Papier bringen lassen, die bis zu einer Vorstandspräsentation im September 1945 weiter konkretisiert wird.

Skizze des „Motorgetriebenen Universalgeräts“ für die Landwirtschaft von Albert Friedrich von September 1945 – damals noch mit dem Mercedes-Stern

 

Das Fahrzeug besitzt im Gegensatz zum damals üblichen Traktor bereits vier gleich große Räder, Allradantrieb und ein geschütztes Fahrerhaus. Friedrichs Arbeitgeber, der Vorstand von Daimler-Benz, will sich aber in Zeiten knapper Mittel vorrangig um die Wiederaufnahme der Fertigung von Personenwagen kümmern und daher diese Überlegungen nicht weiterverfolgen lassen. Der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Haspel soll bei der Vorstellung des „Motorgetriebenen Universalgeräts“ anhand von Skizzen und einem Holzmodell sogar gesagt haben: „Wir sind eine anständige Automobilfabrik und kein Traktorenwerk!“

Glücklicherweise findet Albert Friedrich jedoch in Eduard Köhler, Mitinhaber von Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd, einen Förderer des Projekts. Mit dessen Unterstützung erhält Friedrich am 20. November 1945 von der amerikanischen Militärbehörde eine sogenannte „Production Order“, die es ihm gestattet, zehn der von ihm skizzierten Fahrzeuge als Prototypen zu bauen. Dies gilt als wesentliche Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme.

Im Band 2 der „Geschichten rund um den Unimog“ erinnert sich der Ingenieur Hans Zabel:

„Mit drei Mann und einer Skizze, die mit zusätzlichen technischen Daten in Deutsch und Englisch versehen war und als Unterlage für die Production Order angefertigt worden war, begannen wir. Im Dezember wurden noch zwei weitere Herren eingestellt, und es musste auch das Problem der Finanzierung gelöst werden. Wir brauchten Reißbretter, Zeichen-Utensilien und auch Geld für die bescheidene Gehaltszahlung. 400 Reichsmark war das Einheitsgehalt – für alle gleich. 100.000 Reichsmark waren von einem mit Herrn Friedrich befreundeten Fabrikanten versprochen worden.“

Bei dem von Hans Zabel genannten Freund handelt es sich um den Lederwarenfabrikanten Franz Catta aus Faurndau bei Schwäbisch Gmünd. Schmunzeln muss man heute darüber, wenn am 19. November 1945 in einem ersten Entwurf für den Gesellschaftervertrag als Zweck noch „die gemeinsame Konstruktion und der Bau neuer Maschinen für die Schuhfabrikation und für die Landwirtschaft“ genannt wird.

Weiter die Schilderung von Hans Zabel: „Um jedoch sofort anfangen zu können, haben wir zur Soforthilfe gegriffen und aus eigenen Mitteln 25.000 Reichsmark aufgebracht. Alle waren wir unter der Woche von zu Hause getrennt und wohnten in bescheidenen Privatquartieren. Daher gab es auch keine bestimmte Arbeitszeit. Sie betrug pro Tag mindestens 12 Stunden, manchmal auch bis 18 Stunden – natürlich ohne zusätzliche Bezahlung.“

Die Arbeitssituation beschreibt Hans Zabel wie folgt: „Im Dezember wurde nicht nur mit dem Konstruieren begonnen, sondern auch ohne Unterlagen in der Hand Lieferkontaktgespräche mit den wichtigsten Zulieferfirmen wie ZF Friedrichshafen, Bosch Stuttgart, Tewes Frankfurt, Gelenkwellenbau Düsseldorf, Kühler-Behr Zuffenhausen usw. geführt.“

Ein Glücksfall: Heinrich Rößler stellt Albert Friedrich seine Ideen für den spätere Unimog vor

Ein weiterer besonderer Glücksfall war dann, dass Albert Friedrich im Herbst 1945 bei einem Besuch im Daimler-Benz-Werk Untertürkheim seinen ehemaligen Kollegen Heinrich Rößler trifft, der bereits gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Überlegungen für den Bau von geländegängigen Transportfahrzeugen für Feldflughäfen angestellt hat. Zu den Aufgabenstellungen im Lastenheft gehört das Be- und Entladen von Flugzeugen, das Betanken sowie die Beförderung von Personen – und dies alles auch in schwierigem Gelände: Anforderungen also, die auf ein besonderes Fahrzeug für die Land- und Forstwirtschaft abgewandelt werden können. Und obwohl Rößler eine Anstellung auf einem Bauernhof in Radelstetten bei Schwäbisch Gmünd hat, was in dieser Notzeit viel wert ist, gelingt es, ihn für eine Mitarbeit im Entwicklungsteam zu gewinnen.

Daran erinnert sich später Heinrich Rößler kritischer als Hans Zabel: „Am 2. Januar 1946 fing also auch ich bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd an – mit großen Bedenken, denn nichts stand dort für eine solche Arbeit zur Verfügung, nicht einmal die notwendigsten technischen Unterlagen. Ich selbst hatte auch nichts Derartiges. Da ich nicht mit leeren Händen antreten wollte, hatte ich in der Weihnachtszeit 1945 – neben Kuhstall, Maschinenreparaturen, Holzhacken – ein paar Handskizzen über meine Gedanken angefertigt. Wie ich mir damals eine Konzeption für das Fahrgestell vorstellte, geht aus den beiden Skizzen hervor.

Handskizzen von Heinrich Rößler vom Dezember 1945 über eine mögliche Fahrgestellkonzeption (Abbildung aus: Heinrich Rößler, „So entstand der Unimog“, in: Miterlebte Landtechnik, Darmstadt 1981)

Bei meinem Antritt ergab sich, dass noch kein Gesamtentwurf vorlag, lediglich die Projektzeichnung von Friedrich und eine Überlegung für ein Fahrzeug mit Mittelmotor, von dem keine Zeichnung zu finden ist (Anmerkung der Redaktion: Die Zeichnung ist inzwischen aufgetaucht – siehe Skizze von September 1945). Das hat Albert Friedrich in einem Schreiben vom 10. 2. 1959 bestätigt. Es bestand bald Einigkeit darüber, dass man meinen Vorschlag einmal aufzeichnen sollte. Den ersten Gesamtentwurf hatte ich am 28. 1. 1946 fertig.“

Damit tritt an die Stelle des Motorgetriebenen Universalgeräts von Albert Friedrich ein außergewöhnliches Fahrzeug – ein wahres konstruktives Meisterwerk, das in den Folgewochen noch weitere Modifikationen erhalten soll. Hierzu wieder Heinrich Rößler: „Dabei ergab sich, dass alle vier Laufradvorgelege mit den Bremsen gleich sein konnten und dass die Blechgehäuse der Achskörper für Vorder- und Hinterachse ebenfalls gleich waren. Außerdem hatte das Fahrgestell nur vier Antriebsgelenke: zwei Doppelgelenke in den Vorderachsschenkeln und zwei Einfachgelenke in den Schubkugeln. Bei einer Spurweite von circa 1.270 Millimetern (zwei Kartoffelreihen) ergab sich zwischen dem Radkasten des linken Vorderrades und der ins Fahrerhaus hineinragenden Motorhaube ausreichend Platz für das Fußhebelwerk. Um die Eignung eines solchen völlig neuartigen Traktors möglichst schnell überprüfen zu können, gab es nur eine Möglichkeit: Die ersten Versuchsfahrzeuge mussten mit einem 1,7-Liter-Vergasermotor von Daimler-Benz (Typ M 136) und einem 4-Gang-Seriengetriebe der Zahnradfabrik Friedrichshafen ausgerüstet werden. Einen anderen geeigneten Motor, möglichst Dieselmotor, gab es nicht.“

Es stellt schon eine geniale Leistung dar, was Heinrich Rößler mit Unterstützung seiner Kollegen in nur wenigen Wochen ersinnt und zu Papier bringt. Dies wird deutlich, wenn man einmal im Detail betrachtet, was an diesem Konzept gegenüber herkömmlichen Traktoren alles neuartig ist. Rößler selbst zählt folgende Punkte auf:

  1. eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern
  2. gefederte und gedämpfte Achsen wegen der Höchstgeschwindigkeit
  3. Allradantrieb und Differenzialsperren vorn und hinten
  4. Bremsen an Vorder- und Hinterachsen
  5. Rahmenbauart ähnlich wie bei Pkw und Lkw
  6. zweisitziges Fahrerhaus mit geschlossenem Verdeck und gepolsterten Sitzen
  7. Hilfsladefläche über der Hinterachse mit 1 Tonne Tragfähigkeit
  8. Gewichtsverteilung statisch: 2/3 auf Vorderachse, 1/3 auf Hinterachse
  9. Geräteanbaumöglichkeit vorn, in der Mitte, seitlich und hinten
  10. Zapfwellenbetrieb vorn, in der Mitte und hinten

 

Eine weitere Produktionsgenehmigung wird beantragt

 

In einer Dokumentation vom 13. März 1946 werden die neuen Überlegungen zum „Universalgerät für die Landwirtschaft“ festgehalten.

Das von Heinrich Rößler konstruierte Fahrzeug hat schlussendlich nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Motorgetriebenen Universalgerät von Albert Friedrich, für das die Produktionsfreigabe der Amerikaner vorliegt. Daher muss das neue Konzept der Militärbehörde nochmals vorgelegt werden. Hierfür wird mit Datum vom 13. März 1946 eine umfangreiche Dokumentation zusammengestellt und am Folgetag der Militärregierung in Stuttgart präsentiert.

Bei genauer Betrachtung der Original-Mappe ist unter dem Firmenzeichen von Erhard & Söhne ein Mercedes-Stern zu erkennen. Außer dem landwirtschaftlichen Berater Erich Grass sind nur ehemalige Daimler-Mitarbeiter im Entwicklungsteam.

Eduard Köhler schreibt zur Präsentation der Mappe in einer Aktennotiz: „Der Unterzeichnete und Herr Friedrich sprachen bei Herrn Conrad einerseits wegen der Melkeimer- und Milchfilterangelegenheit vor, andererseits wurde in fünffacher Ausfertigung eine Denkschrift in englischer Sprache des Universal-Landgeräts überreicht.“

Nach einer rückblickend geradezu amüsant anmutenden Beschreibung des genauen Sitzungsverlaufs im Beisein verschiedener weiterer Antragsteller zu Themen wie dem Wiederaufbau von Mühlen oder der Herstellung von Hefe zu Nahrungsmittelzwecken schreibt Eduard Köhler weiter: „Die Akten türmen sich zu Bergen. Es werden 1000 Dinge behandelt, jedoch konnten wir in den Stunden des Wartens keinen Besucher feststellen, der mit einer endgültigen Genehmigung oder einem wirklich zufriedenstellenden Bescheid gegangen wäre.“ Und später führt er weiter aus: „Die Universal-Landmaschine hat Herr Dr. Conrad bei seinem letzten Besuch in unserem Betrieb sehr günstig aufgenommen. Es wurde in unserer Gegenwart die Firma Allgaier Uhingen sehr brüsk abgefertigt, als sie mit dem Plan eines Ackerschleppers herausrückte. Die Anspielung, dass bessere Dinge im Werden seien, war deutlich auf unser Gerät bezogen. Dr. Conrads Plan ist, unsere 5 Versuchsgeräte unter allen Umständen zu fördern, dann einen Vergleich herbeizuführen mit einer anderen Entwicklungsstelle, die ebenfalls etwas plant. Entweder wird dann das Lebensfähigere siegen, oder es wird eine konstruktive Vereinheitlichung der beiden Ideen herbeigeführt werden.“

Darstellung des späteren Unimog aus der Dokumentation vom 13. März 1946 zur Vorlage bei der amerikanischen Militärbehörde

 

Wer genau dieser Mitbewerber ist, geht auch aus weiteren Aktennotizen von Eduard Köhler nicht hervor. Albert Köhler bemerkt später zu jener Aktennotiz seines Bruders: „Führt man sich diese Situation vor Augen, dann ist es verständlich, dass damals vielfach unterstellt wurde, durch diese unbefriedigende Situation wollten die Amerikaner ein Nadelöhr schaffen und damit einen raschen Wiederaufbau Deutschlands verhindern. Bezogen auf Dr. Conrad konnte man jedoch nicht von einem „Nadelöhr“ sprechen. Als ich ihn Ende 1948 kennen lernte, wog er weit über drei Zentner und war der dickste Mann, den ich bis dahin gesehen hatte. Versuchsleiter Christian Dietrich erzählte mir, dass er Dr. Conrad bei einer Probefahrt auf einem Sofa auf der Pritsche unterbrachte, denn in das Fahrerhaus passte er nicht hinein. Sein Gesicht sei weiß gewesen, als er nach rasanter Geländefahrt wieder von der Pritsche gehoben wurde.“

Bei Erhard & Söhne wird nach der Präsentation des neuen Konzepts für das „Universalmotorgeräts für die Landwirtschaft“, für das Hans Zabel die Abkürzung „Unimog“ vorschlug,  intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Bekanntlich kann am 9. Oktober 1946 mit dem ersten Fahrzeug – wenn auch noch ohne Fahrerhaus – mit Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer die erste Probefahrt durchgeführt werden.

Erste Probefahrt des Prototypen U 1 am 9. Oktober 1946 mit Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer, daneben Ingenieur Hans Zabel.

 

Wie ein Fahrtenbuch belegt, sollen noch im gleichen Monat ebenfalls erste Probefahrten mit dem parallel montierten Versuchsfahrzeug U 2 folgen. Im Dezember 1946 erhalten beide Prototypen ihre Fahrerhäuser in der Kontur, die Heinrich Rößler bereits in der Dokumentation vom 13. März skizziert hatte. Die erforderlichen Blechteile können mit einfachen Werkzeugen hergestellt werden und die schräge Motorhaube ermöglicht eine gute Sicht auf die Front-Anbaugeräte.

 

Ende 1946 werden in der Region von Schwäbisch Gmünd mit großer Begeisterung Testfahrten mit den Prototypen U 1 und U 2 unternommen. Hier am Steuer Versuchsleiter Christian Dietrich.

 

Im Dezember 1946 erhalten die Unimog-Prototypen U 1 und U 2 ihre Fahrerhäuser

 

Zweite Produktionsgenehmigung 1947

Im Juli 1947 wird die Genehmigung für 50 bis 100 vierradgetriebene landwirtschaftliche Traktoren erteilt

Erst mit Datum vom 31. Juli 1947 stellt schließlich die gemeinsame amerikanisch-britische Militärbehörde auch für das neue Konzept für 50 bis 100 Fahrzeuge eine offizielle Produktionsgenehmigung aus.

 

Die Maschinenfabrik Boehringer steigt bereits im Juni 1946 in das Unimog-Projekt ein

Immer mal wieder ist die Rede davon, dass erst im Oktober 1946 nach erfolgreicher erster Probefahrt mit dem Prototypen Überlegungen angestellt werden, wer die Serienfertigung übernehmen könne. So wenig Vorausplanung würde den Projektverantwortlichen rückwirkend jedoch ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

Wiederum Albert Köhler hält Folgendes fest: „Nachdem es Franz Catta dann doch nur möglich war, zunächst 30.000 Reichsmark beizusteuern, wurde im Mai 1946 mit der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer, Göppingen, Gespräche aufgenommen, um sie als Mitgesellschafter einer noch zu gründenden Entwicklungsgesellschaft für ,Traktoren neuartiger Konstruktion mit Vierradantrieb‘ zu gewinnen. Am 14. Juni trafen sich dann erstmals mein Vater und mein Bruder Eduard mit Albert Friedrich, Franz Catta, Dr. Georg und Dr. Rolf Boehringer gemeinsam in Göppingen, um die wesentlichen Vereinbarungen für die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft zu treffen. Das Gesellschaftskapital wurde mit 200.000 Reichsmark angesetzt, wovon Boehringer 80.000 und Catta 40.000 einbringen sollten. Ebenfalls mit 40.000 Reichsmark beteiligten sich Erhard & Söhne durch Zulieferungen. ,Die Zeichnungen und das geistige Eigentum‘ von Albert Friedrich wurden in gleicher Höhe bewertet.

Bei Konkurrenzfähigkeit sollten Erhard & Söhne zukünftig die Eisenkonstruktionen und Blechteile liefern. Wir versprachen uns weitere Beschäftigung durch die spätere Eigenentwicklung von Zusatzgeräten. Ebenfalls unter der Voraussetzung der Konkurrenzfähigkeit sollten Boehringer Getriebe, Vorder- und Hinterachsen liefern und die BEKOMA KG – eine Tochterfirma von Boehringer – die Montage und den Vertrieb übernehmen. Damit war auch die Frage des Lizenznehmers und Produzenten für die Serie geklärt.“

Die Väter des Unimog-Erfolgs

Heute stehen die Namen Albert Friedrich, Eduard Köhler, Hans Zabel und Heinrich Rößler ganz am Anfang der Vorstellung der „Väter des Unimog-Erfolgs“ im Unimog-Museum Gaggenau. Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Geistiger Vater des Unimog ist dabei unzweifelhaft Heinrich Rößler. Das schmälert nicht die Anerkennung von Albert Friedrich, der mit seinen Initiativen und guten Beziehungen die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start schaffte. Der von ihm projektierte Landtraktor hätte aber mit Sicherheit nicht den Markterfolg des Unimog gehabt.

Die Tafel zu Heinrich Rößler (1911 – 1991) innerhalb der Reihe „Väter des Unimog-Erfolgs“ im Unimog-Museum Gaggenau

Im Unimog-Museum sind weitere Väter des Erfolgs verewigt:

Christian Dietrich: Ab Juni 1946 jahrzehntelang Versuchs- und Kundendienstleiter des Unimog.

Wolfgang, Werner und Rolf Boehringer: Geschäftsführer der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer, Göppingen. Wolfgang Boehringer leitete den Bereich Unimog von 1947 bis 1950. Dr. Rolf und Werner Boehringer waren Teilhaber der Unimog-Entwicklungsgesellschaft. In ihrer Regie wurden die ersten 600 Unimog gebaut.

Ernst Jakob Henne: Bereits bei Boehringer erfolgreichster Generalvertreter im Inland; machte den Vorschlag, den Unimog nach Gaggenau zu verlagern.

Dr. Alfred Rummel: Kaufmännischer Leiter Unimog bei Produktionsaufnahme in Gaggenau, später dort Werkleiter.

Alfred Schmidt: Erfolgreicher Hersteller von Anbaugeräten – baute 1951 im elterlichen Autohaus Schmidt in St. Blasien den ersten Schneepflug an einen Unimog.

Hans-Jürgen Wischhof: Von 1990 bis 2003 Leiter des Produktbereichs Unimog, den er strategisch neu ausrichtete und zum wirtschaftlichen Erfolg führte.

Mustafa Koluman: Erfolgreichster internationaler Unimog-Generalvertreter. Der Unimog war Anstoß für Kolumans große MB-Aktivitäten in der Türkei.

 

Erstveröffentlichung in OldtimerTraktor 3/2021

Text und Repros Michael Wessel

Weitere Geschichten rund um den Unimog

Viele Geschichten zu den Pionierjahren des Unimog sind in der drei Bänden „Geschichten rund um den Unimog“ enthalten. Der Band 3 ist noch im Unimog-Museum oder im Internet über die Buch&Bild Unimog Museum GmbH zum Sonderpreis von 10 Euro erhältlich: https://www.buchundbild.de/de/neuheiten/buch-geschichten-rund-um-unimog-band-3-sonderpreis-604001042

1953: Interessante Angebote für den Unimog

Titel eines Prsopektblatts für die Kipp-Pritsche zum Unimog

 

Der Unimog-Vertrieb bot seinen Kunden ab 1953 ein interessantes Magazin an, den Unimog-Ratgeber. In der ersten Ausgabe wurden in der Rubrik UNIMOG-FORTSCHRITT eine Kipp-Pritsche – Hersteller war Erhard & Söhne, Schwäbisch Gmünd –  sowie Sitz- und Aufsteckteile, Prischenverdecke, Rückewagen und das Preßluftanbaugerät 22000 vorgestellt.

Michael Wessel

Die ersten zehn hoch interessanten Hefte des Unimog-Ratgebers sind äußerst selten.  2001 hat daher Buch&Bild einen Nachdruck in Buchform veranlasst. Das Buch hat 157 Seiten und kostet nur 10 Euro plus Versand.

Hier geht es zum Artikel im Shop von Buch&Bild:

www.buchundbild.de/de/search?page=search&page_action=query&desc=on&sdesc=on&keywords=Ratgeber

„In eigener Sache:“ Zur Vervollständigung meiner Sammlung suche ich noch Ratgeber September 1959, Winter 1970, Herbst 1973, Frühjahr 1974, Herbst 1975 und Nr. 4 von 1975. Außerdem Unimog+MB-trac 4.1976 und G 1.1980 sowie G und L 1.1981 zu kaufen oder zu tauschen. Habe dafür sehr viele Dubletten auch von Unimog-Prospekten anzubieten. Michael Wessel, Mail wessel-gaggenau@t-online.de, Tel. +49 7225 97 00 349

 

Unimog mit Schneeschleuder oder Schneefräse?

 

 

Unimog mit Schneeschleuder oder Schneefräse? Es ist wohl eine Schneefräse.

In der Kundenzeitschrift UNIMOG-Ratgeber Nummer 2 von 1953 werden in der Rubrik „UNIMOG FORTSCHRITT“ verschiedene Winterdienst-Ausrüstungen für den Unimog vorgestellt.

Sammlung Michael Wessel

Die ersten zehn hoch interessanten Hefte des Unimog-Ratgebers sind äußerst selten.  2001 hat daher Buch&Bild einen Nachdruck in Buchform veranlasst. Das Buch hat 157 Seiten und kostet nur 10 Euro plus Versand.

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Aktuelles aus dem Vorstand – Januar 2021

+++ Download PDF deutsch/english UCG Newsletter 01/ 2021 +++ 

 

Liebe Mitglieder, liebe Regionalbeauftragte, liebe Unimog-Freunde,

der Vorstand wünscht allen Mitgliedern ein gutes neues Jahr. Wir hoffen für uns alle, dass wir wieder mehr Raum und die Möglichkeit haben werden, mit Freude und Begeisterung unser Unimog-Hobby ausleben zu können.

Zum Jahresbeginn schauen wir mit Zuversicht auf die vor uns liegende Zeit. Wir beginnen jetzt die Planungen der für 2021 vorgesehenen Veranstaltungen, in der Hoffnung, dass die momentan bestehenden Auflagen bald zurückgenommen werden können und unser Club-Leben wieder ohne große Einschränkungen möglich sein wird und das internationale UCG-Jahrestreffen am zweiten Septemberwochenende in Wilbertoord geplant ist. Die Mitgliederversammlung ist für das erste Oktoberwochenende vorgesehen.

Befindet sich Ihr Fahrzeug auch gerade im Winterschlaf? Oder darf es zum Winterdienst raus? Was sich wohl auf dem Foto unter der Schneedecke befindet? Wer es weiß, darf sich gerne in der Geschäftsstelle melden! Der Gewinner erhält ein Freigetränk vom Besitzer.


Foto: Claudio Lazzarini


MITGLIEDERVERWALTUNG

Derzeit hat unser Verein 7.391 Mitglieder in 42 Ländern. Da einige Mitglieder zum Ende des Jahres ausgeschieden sind, hat sich die Zahl zum Jahreswechsel wieder verringert. Insgesamt hatten wir im letzten Jahr 390 Neueintritte, 6 Wiedereintritte, 192 Austritte und 40 Todesfälle zu verzeichnen.

Das Vereinsjahr 2020 war das erste Mal ein Vereinsjahr, welches am 01. Januar begann und am 31. Dezember endete. In der Vergangenheit begannen die Vereinsjahre jeweils am 01. November und endeten am 31. Oktober.

Der Beitragseinzug steht bevor. Hat sich Ihre Bankverbindung geändert? Dann geben Sie uns bitte schnellstmöglich Bescheid, um unnötigen Mehraufwand zu vermeiden.

Zwei Jahre und zwei Wochen nach der Vergabe der Mitgliedsnummer 10.000 konnte der nächste runde „Tausender“ vergeben werden. Mitglied Nr. 11.000 ist der 16-jährige David Gosebrink, der Sohn von Mitglied Markus Gosebrink. Herzlich Willkommen im Club!

Download: Weitere Infos zur Mitgliederentwicklung 01_01_2021


INFOS AUS DEM VORSTAND

Da im letzten Jahr nicht sehr viele Veranstaltungen durchgeführt wurden konnten, möchten wir die Regionalgruppen dieses Jahr großzügiger unterstützen. Deshalb erhöhen wir einmalig für das Jahr 2021 das abzurufende Budget. Jeder Regionalgruppe steht (je nach Mitgliederanzahl) ein gewisser Betrag für satzungsgerechte Ausgaben zur Verfügung, z.B. für Raummiete, Eventkosten. Mit dieser Aktion hoffen wir, das Vereinsleben, wie wir es kennen, wieder voranzutreiben.


NEUIGKEITEN AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

Verschiebung Termin Messe

Die für Februar anberaumte Messe Retro Classics in Stuttgart wurde auf Juli verschoben.

 

INFOS AUS DEN REGIONALGRUPPEN

Wiederbelebung Regionalgruppe Franken

Seit einiger Zeit ist die Regionalgruppe Franken unbesetzt, somit ohne Regionalbeauftragten. Das möchten wir nun ändern. Angedacht war es, Ende Januar einen Stammtisch durchzuführen, den wir leider aufgrund des anhaltenden Lockdowns wieder absagen mussten. Sobald Veranstaltungen wieder durchführbar sind, geben wir den Interessenten, die sich für dieses Treffen angemeldet hatten, den neuen Termin bekannt. Falls Sie auch in der RG Franken ansässig sind und Lust haben, an der Wiederbelebung teilzuhaben, melden Sie sich in der Geschäftsstelle.

Virtueller Stammtisch

Die Regionalgruppe Rhein-Main veranstaltete seinen ersten virtuellen Stammtisch Ende letzten Jahres. Der Teilnehmerkreis wurde jedoch sehr schnell über die Grenzen des Rhein-Main-Gebietes erweitert. Es gab kleine Beiträge von verschiedenen Mitgliedern und man kam vom einen Unimog-Thema zum anderen. Der nächste virtuelle Stammtisch findet am 26.01.2021 um 19 Uhr statt. Solange die Corona-Krise noch anhält, wollen wir auf diese Art und Weise den Kontakt untereinander nicht verlieren. Falls Sie auch Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich per E-Mail bei Klaus Lukas (klaus.lukas@unimog-club-gaggenau.de). Sie erhalten von ihm dann eine Einladung inklusive Link zur Veranstaltung. Die Videokonferenz läuft über das Programm Microsoft Teams, welches Sie kostenlos installieren können. Sobald das Programm auf Ihrem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone installiert ist, müssen Sie nur noch dem Link folgen. Wir danken Klaus Lukas für die Organisation und Durchführung.

 

UNIMOG-MUSEUM

Das Unimog-Museum hat derzeit leider geschlossen. Wir hoffen jedoch alle, dass sich die Räume bald wieder mit Leben füllen. Vor allem, da die anstehende Erweiterung von den zuständigen Stellen genehmigt wurde und der Spatenstich im Frühjahr geplant ist.

So soll der Anbau mal aussehen:
Links das Bestandsgebäude, rechts die Erweiterungshalle. Wir freuen uns auf die geplante Neueröffnung im Jahr 2022.


Darstellung: Architekturbüro Kohlbecker

Du hast Interesse an einer aktiven Mitarbeit im Unimog-Museum im Rahmen eines Ehrenamtes? Das Museum hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten und freuen sich immer auf Techniker und Nicht-Techniker jeglicher Altersgruppe. Einfach diesen Bogen ausgefüllt im Unimog-Museum einreichen oder per Mail zukommen lassen. 

CLUB-SHOP

Winteredition

Sind Sie gewappnet für den Winter? Wir haben Softshelljacken, Strickfleecejacken, Wollmützen, Sweatshirts und vieles mehr in unserem Clubshop.

 

Und der Glühwein schmeckt besonders gut aus der UCG-Tasse. Schauen Sie vorbei und bestellen Sie online unter:

https://unimog-club-gaggenau.de/shop/

 

TERMINVORSCHAU 2021

(unter Vorbehalt)

07. – 11.04.2021 Techno Classica Essen

18. – 20.06.2021 Messe in Friedrichshafen

18. – 20.06.2021 Südtiroler Unimogtreffen in Speikboden

08. – 11.07.2021 Retro-Classics Stuttgart

06. – 08.08.2021  UVC-Treffen in Meinbrexen

10. – 12.09.2021  UCG Jahrestreffen in Holland

24. – 26.09.2021 Treffen RG Mittelbaden in Malsch/Sulzbach

30.09. – 03.10.2021 NUFAM in Karlsruhe

09.-01.10.2021 Regionalbeauftragten-Tagung im Unimog-Museum

10.2021             Teilemarkt (morgens) in Kuppenheim/Mitgliederversammlung (nachmittags im Unimog-Museum

 

Bleiben Sie/Ihr gesund!

Herzlichst,

Ihr/Euer Vorstand

Schneeräumung am Timmelsjoch mit Mercedes-Benz Unimog

Wenn es schneit und stürmt, dass keine Katze mehr raus will, dann ist Unimog-Wetter. Ausgerüstet mit Schneepflug und Streugerät fühlt er sich in seinem Element und räumt Straßen und Zufahrtswege vom Schnee – wie hier in Rottach-Egern am Tegernsee. Dort ist Tobias Maurer stellvertretender Betriebsleiter des Bauhofs, und er schwört auf seinen U 427 – auch unter erschwerten Umständen: „Die Wege hier haben teilweise Steigungen von bis zu 85 Prozent. Aber das sind Bedingungen, unter denen sich der Unimog so richtig wohl fühlt.“

Das Einsatzgebiet des Bauhofs Rottach-Egern umfasst nicht nur die flachen Straßen und Wege am See, sondern auch die Zufahrten zu den Skiliften des nahen Wallbergs. Mit Schneeketten ausgerüstet steht dem Vorwärtsdrang des Unimog aber nichts entgegen und er räumt auch in 1000 Meter Höhe den Schnee. Und ist der Winter auch vorbei, so endet die Arbeit für den Unimog noch lange nicht. Dann bringt er Kies zu Waldwegen, zieht einen Hänger samt Baumaschine zum Einsatzort oder hilft beim Straßenbau – so wie es sich für ein echtes „Universal-Motorgerät“ eben gehört.

Noch größere Schneemassen als am Tegernsee müssen am Timmelsjoch geräumt werden.

Fake-Account bei Ebay Kleinanzeigen

Liebe Unimog-Freunde,

bitte seien Sie vorsichtig bei angeblichen Schnäppchen von Unimog-Zubehör. Ein Herr wurde soeben Opfer eines Betruges und möchte gerne andere Unimog-Liebhaber warnen, weshalb er sich an die Geschäftsstelle wand. Er kaufte eine Seilwinde für 1.000,00 Euro bei Ebay Kleinanzeigen, hat den Betrag überwiesen und danach nichts mehr vom Verkäufer gehört. Der Verkäufer-Account wurde aufgelöst bzw. wird immer wieder gewechselt. In diesem Falle nannte sich der Betrüger „A.L.“ und sein Wohnort wechselt zwischen Hamburg und Cuxhaven, also in Norddeutschland. Es gibt bereits mehrere Opfer, die auf seine Verkäufe reingefallen sind. 

 

Wiederbelebung RG Franken

Liebe Unimog-Freunde,

seit einiger Zeit ist die Regionalgruppe Franken unbesetzt, somit ohne Regionalbeauftragten. Das möchten wir nun ändern. Angedacht war es, Ende Januar einen Stammtisch durchzuführen, den wir leider aufgrund des anhaltenden Lockdowns wieder absagen mussten. Sobald Veranstaltungen wieder durchführbar sind, geben wir den Interessenten, die sich für dieses Treffen angemeldet hatten, den neuen Termin bekannt. Falls Sie auch in der RG Franken ansässig sind und Lust haben, an der Wiederbelebung teilzuhaben, melden Sie sich in der Geschäftsstelle.

 

Frohes und besinnliches Weihnachtsfest


Liebe Unimog-Freunde,

ich möchte Euch, nach diesem sehr turbulenten Jahr, ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen.

Nutzt die Zeit, mit Euren Familien Kraft zu tanken, um anschließend mit neuer Energie in das neue Jahr zu starten.

Dann wird sich das heutige bestimmende Tagesthema Corona hoffentlich bald aus unserem Alltag zurückziehen und uns wieder den Raum und mehr die Möglichkeit geben, mit Freude und Begeisterung unser Unimog-Hobby auszuleben.

Bleibt gesund.

Euer

Rainer Hildebrandt
1. Vorsitzender

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